Der Videokunst- und Performancefilm 'Crystallize' beinhaltet eine philosophische Frage nach dem Sinn unserer Existenz und dem
menschlichen Agieren in Zeiten von Ungewissheit und Krisen wie in unserer pandemischen Zeit Corona, in der das menschliche Handeln still gelegt ist. Die Fragen 'Warum noch tanzen, wenn der
Frühling schon vorbei ist?' oder ,I am caputred in movements...in my own breath“ greifen das Dilemma zwischen Sein und Nicht-Sein, Gefangen-Sein und der Sehnsucht nach dem Ausbrechen 'aus dem
Kristall', zwischen Realität und Fiktion auf. Letztlich ist die Frage, was unsere menschliche Existenz ausmacht und wie schaffen wir es in Zeiten des Stillstands aktiv unser Leben weiter zu
gestalten und unsere kreativen Kräfte wieder zu beleben?
In dem Video-/Performance-Film tanzt eine Frau mit Maske in einem stilisierten Raum, gefangen
in einem Kristall. Sie sucht nach Antworten/dem Sinn ihres Daseins. Es ist eine Suche im existenzialistischen Sinne, eine Suche und Orientierung heraus aus dem Sinnverlust. Wie in einem
Traum, in ihrem Unterbewusstsein versunken, wandert sie mit ihren Gedanken durch Zeit und Raum, durch Innen-und Außenwelten. Das Gefühl zugleich machtlos zu sein und die Freiheit zu
ersehnen,versucht ihr Gedanken-Monolog zu vermitteln.
Das Narrativ der Performerin, Videokünstlerin sind sowohl poetische Bilder und poetische Subtexte
sowie musikalische Untermalungen. Diese signalisieren einen vergeblichen Ausdruck, einen stummen sehnsuchtsvollen Schrei nach einem paradiesischen Ort der Entfaltung.